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Wirecard (Deutsch)

Prozessfinanzierung über AEQUIFIN-Plattform

Über die AEQUIFIN-Plattform kann im AEQUIFIN Quotenbalancing eine marktgerechte Prozessfinanzierung im Fall Wirecard ermöglicht werden.

Wirecard Prozessfinanzierung

Update 26.08.2020

Das Amtsgericht München hat am 25. August 2020 das Insolvenzverfahren über die Wirecard AG  (Az. 1542 IN 1308/20) regulär eröffnet. Mit dem Eröffnungsbeschluss wurden die Insolvenzgläubiger aufgefordert, ihre Forderungen bis zum 26.10.2020 schriftlich bei dem Insolvenzverwalter anzumelden.

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist die Anmeldung der Insolvenzforderung im Rahmen der Schadensminderungspflicht gem. § 254 BGB gegenüber potentiellen weiteren Anspruchsgegnern erforderlich (BGH, Urteil vom 25.11.2014, XI ZR 169/13).

Für eine erfolgreiche Anmeldung im Insolvenzforderung reicht es nicht aus, auf die laufenden strafrechtlichen Ermittlungen und die Veröffentlichungen in der Presse zu den Vorgängen bei Wirecard zu verweisen. Erforderlich ist vielmehr eine detaillierte und fundierte Darstellung des Sachverhalts und vor allem der rechtlichen Grundlagen, auf die der Schadensersatzanspruch gestützt werden soll. Anderenfalls ist zu erwarten, dass der Insolvenzverwalter die angemeldete Forderung ohne Weiteres bestreiten wird.

Gerne prüfen wir, ob Ihnen Schadensersatzansprüche zustehen. Setzen Sie sich hierzu bitte unter mail@rrlaw.de mit uns in Verbindung. Nach Prüfung der uns von Ihnen überlassenen Informationen und Unterlagen können wir Ihnen das weitere Vorgehen – auch im Hinblick auf eine evtl. Prozessfinanzierung oder ein Vorgehen über Ihre Rechtsschutzversicherung – aufzeigen.

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Klaus Rotter (+49 89 64 98 45-0; rotter@rrlaw.de); Rechtsanwalt Bernd Jochem (+49 89 64 98 45-0; jochem@rrlaw.de)

Update 19.08.2020

Von unserem Kooperationspartner in Österreich, der Kanzlei Aigner Lehner Zuschin + Partner, wurde beim Bezirksgericht in Kitzbühel die erste Anlegerklage gegen Ex-Wirecard-Chef Markus Braun eingereicht.

Presseberichterstattung in Österreich

Update 25.06.2020

Die Vorgänge um die Wirecard AG haben am 25.06.2020 einen weiteren Höhepunkt erreicht, nachdem der Vorstand der Gesellschaft mitgeteilt hat, dass er beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung gestellt hat.

Die in Betracht kommenden Schadensersatzansprüche können dennoch weiter verfolgt werden. Neben der Geltendmachung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens kommen insbesondere auch Haftungsansprüche gegen ehemalige und aktuelle Vorstände des Unternehmens sowie gegen die Wirtschaftsprüfer der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Betracht.

Bei der Durchsetzung von Haftungsansprüchen gegenüber Vorständen können wir auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken. So konnten wir im Fall Infomatec im Jahr 2004 erstmals die Vorstandshaftung bei bewusst falschen Ad-hoc-Meldungen durchsetzen (BGH, Urteil v. 19. Juli 2004, II ZR 402/02).

Die Aussichten für eine erfolgreiche Durchsetzung von Haftungsansprüchen gegenüber der BaFin (oder der von ihr beauftragten DPR) sehen wir dagegen als gering an. Gem. § 4 Abs. 4 Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz (FinDAG) nimmt die BaFin ihre Aufgaben und Befugnisse nur im öffentlichen Interesse wahr. Dementsprechend hat der Bundesgerichtshof bereits im Jahr 2009 entschieden, dass einzelne Personen, die in geschäftlichen Beziehungen zu Kreditinstituten oder sonstigen Unternehmen und Privatpersonen stehen, denen gegenüber die Bundesanstalt Maßnahmen ergreifen kann, wegen eines bestimmten Handelns oder Unterlassens der Behörde keine Schadensersatzansprüche gegen sie erheben können (BGH, Urteil v. 07.05.2009, Az. III ZR 277/08). Diese Regelung wurde vom BGH als grundgesetzkonform und vom Europäischen Gerichtshof bereits 2004 als europarechtskonform angesehen.

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Klaus Rotter (+49 89 64 98 45-0; rotter@rrlaw.de); Rechtsanwalt Bernd Jochem (+49 89 64 98 45-0; jochem@rrlaw.de)

Update 19.06.2020

Für Aktionäre, die mit Wirecard-Aktien (ISIN DEDE0007472060) Verluste erlitten haben, prüfen wir mögliche Schadensersatzansprüche gegenüber dem Unternehmen und/oder Dritten.

Der Zahlungsdienstleister Wirecard steht seit einiger Zeit im Fokus, nachdem des immer wieder Berichte über Ungereimtheiten in den Bilanzen des Unternehmens gegeben hatte. Ende April 2020 hatte bereits ein Sonderprüfungsgutachten von KPMG  ergeben, dass nicht alle Umsatzerlöse dem Grunde und der Höhe nach nachvollzogen werden konnten. Auch Zahlungen auf Treuhandkonten waren in Höhe von einer Milliarde EUR nicht nachvollziehbar. In diesem Zusammenhang wurden auch Untersuchungen seitens der BaFin und der Staatsanwaltschaft München eingeleitet.

Am 18.06.2020 hat Wirecard die Vorlage des Jahresabschlusses 2019 erneut verschoben, nachdem die Abschlussprüfer von EY Wirecard darüber informiert hatten, dass ein Testat des Jahresabschlusses weiterer Prüfungen bedürfe, da die beiden die Treuhandkonten seit 2019 führenden Banken die betreffenden Kontonummern nicht zuordnen konnten. Nach weiteren Presseberichten vom 19.06.2020 soll die die philippinische Bank BDO Unibank, bei der angeblich eines der Treuhandkonten für Wirecard geführt wurde, mitgeteilt haben, dass Wirecard kein Kunde der Bank sei und anderslautende Dokumente Fälschungen seien.

Gerne prüfen wir, ob Ihnen Schadensersatzansprüche zustehen. Setzen Sie sich hierzu bitte unter mail@rrlaw.de mit uns in Verbindung. Nach Prüfung der uns von Ihnen überlassenen Informationen und Unterlagen können wir Ihnen das weitere Vorgehen – auch im Hinblick auf eine evtl. Prozessfinanzierung oder ein Vorgehen über Ihre Rechtsschutzversicherung – aufzeigen.

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Klaus Rotter (+49 89 64 98 45-0; rotter@rrlaw.de); Rechtsanwalt Bernd Jochem (+49 89 64 98 45-0; jochem@rrlaw.de)